“Vielleicht beten wir am meisten, wenn wir am wenigsten sagen, und am wenigsten, wenn wir am meisten sagen.”


Werter Leser, Werte Leserin

Ferien-Zeit, Ruhe-Zeit

“Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An diesem Tag darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am Siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für Heilig erklärt”. (Exodus 20:10,11)

Nach sechs Tagen Arbeit, hat der Herr unser Gott einen Ruhe-Tag gemacht. Er hat Himmel und Erde und alles darin geschaffen und nach dieser Zeit intensiver Arbeit ruhte er am siebten Tag. Der Herrgott hat den Israeliten noch dieses Gebot gegeben; “Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebenten Tag sollst du ruhen; selbst zur Zeit des Pflügens und des Erntens sollst du ruhen” (Exodus 34:21). Dieses Gebot hat Gott nicht nur als Gebot gemacht, aber er selber hat dieses Gebot eingehalten. Es ist eine Pflicht, dass man die Ferien nimmt, aber man  muss auch schauen dass, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso handeln.

Während der Ferienzeit hat man die Gelegenheit über die vergangenen Arbeitsmonate in Ruhe zu reflektieren und um zu schätzen, wie schön man gearbeitet hat, und sich auch über die Früchte der Arbeit zu freuen. Gott hat es auch so gemacht. Im Buch Genesis heisst es: “Gott sah alles an, was er geschaffen hatte und sah: Es war sehr gut.“ (Genesis 1:31). Nachdem Gott alles gut gemacht hatte, ruhte er. Man kann schon sagen, dass das erste Fest nach der Erschaffung der Welt der Ruhe-Tag war, die Ferien-Zeit.

Wir müssen jetzt hier deutlich sagen, dass Gott nicht in die Ferien geht, in dem er ein fremder Gott ist. Er ist  Immanuel, Gott mit uns. Er bleibt immer bei uns auch in den Ferien. «Er, der dich behütet, schläft nicht», singt der Psalmist. Die Gottesruhe am siebten Tag bedeutet nicht, dass Gott auf einer einsamen Insel Ferien macht und Mensch und Welt ihrem Schicksal überlässt. Die Ruhe Gottes hat nicht die Gottesferne zur Folge. Vielmehr können wir, wenn wir uns nach Gottes Vorbild Ruhe vom geschäftigen Alltag gönnen, gerade dann Gott nahe sein.

Ich wünsche allen schöne Ferien!

Pfarrer Augustine

 

 

 

 

 

 

Pfarrblatt Juli/August 2022 Pfarreisaal belegung

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